Grünordnungsplanung (GOP) im Zuge der Eingriffsregelung nach BauGB
Umweltberichte (UB) im Zuge der Eingriffsregelung nach BauGB

Umweltprüfung und -bericht gem. § 2 Abs. 4 und § 2a Abs, 2 BauGB für kommunale Entwicklungsmaßnahmen und Bauleitpläne

Gemäß Richtlinie 2001/42/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 27. Juni 2001 über die Prüfung der Umweltauswirkungen bestimmter Pläne und Programme Ziffer (1) trägt die „Gemeinschaft auf der Grundlage des Vorsorgeprinzips unter anderem zur Verwirklichung der nachstehenden Ziele bei: Erhaltung und Schutz der Umwelt sowie Verbesserung ihrer Qualität, Schutz der menschlichen Gesundheit, umsichtige und rationelle Verwendung der natürlichen Ressourcen.“ Gemäß Ziffer (4) ist „die Umweltprüfung ein wichtiges Werkzeug zur Einbeziehung von Umwelterwägungen bei der Ausarbeitung und Annahme bestimmter Pläne und Programme, die erhebliche Auswirkungen auf die Umwelt in den Mitgliedsstaaten haben können“.

Bei der Aufstellung, Änderung oder Ergänzung eines Bebauungsplanes ist in der Regel die Eingriffsregelung nach dem Bundesnaturschutzgesetz gemäß § 1a Abs. 3 BauGB anzuwenden. So sind die Vermeidung und der Ausgleich voraussichtlich erheblicher Beeinträchtigungen des Landschaftsbildes sowie der Leistungs- und Funktionsfähigkeit des Naturhaushaltes in der städtebaulichen Abwägung nach § 1 Abs. 7 BauGB zu berücksichtigen.
Zur Abarbeitung des Folgenbewältigungsprogramms der naturschutzrechtlichen Eingriffsregelung wird eine Ermittlung und Bewertung der Beeinträchtigungen durch einen grünordnungsplanerischen Fachbeitrag (ggf. Grünordnungsplan bei größeren Planungen) erforderlich. Der Fachbeitrag/Grünordnungsplan soll Vermeidungsmaßnahmen erarbeiten, die zu einer möglichst natur- und landschaftsschonenden Ausgestaltung des Plankonzeptes beitragen. Ausgleichsmaßnahmen sollen die unvermeidbaren erheblichen Beeinträchtigungen der Planung durch eine ökologische Aufwertung am Eingriffsort bzw. an einer anderen Stelle im Stadtgebiet beheben bzw. kompensieren.

Gemäß Baugesetzbuch §§ 2, 2a hat die Gemeinde die Verpflichtung, eine Begründung zum Bauleitplanentwurf in einem Umweltbericht zu dokumentieren. Der Bebauungsplan enthält die rechtsverbindlichen Festsetzungen für die städtebauliche Ordnung gemäß BauGB. Der Grünordnungsplan als Fachplan ist Bestandteil nahezu jeden Bebauungsplanes.

Der Umweltbericht nach BauGB umfasst die  Darstellung der festgelegten Ziele des Umweltschutzes, in dem das Vorhaben geplant ist, Beschreibung und Bewertung der voraussichtlichen erheblichen Umweltauswirkungen mit Bestandsaufnahme des derzeitigen Umweltzustands, der Prognose über die Entwicklung des Umweltzustands bei Durchführung der Planung und bei Nichtdurchführung der Planung, der Darstellung der Maßnahmen zur Vermeidung, Verringerung und zum Ausgleich der nachteiligen Auswirkungen,der  Beschreibung der geplanten Maßnahmen zur Überwachung der erheblichen Auswirkungen und soll dabei vernünftige Planungsalternativen im räumlichen Geltungsbereich des Bauleitplans anbieten.

Umweltauswirkungen können neben den durch die Planung sich ergebenden Belastungen auch positive Folgen sein, die im Umweltbericht dargestellt werden.

Wir leisten für Sie

  • Erfassung des Zustandes von Natur und Landschaft innerhalb des Plangebietes und Bewertung der Natur- und Schutzgüter
  • Ermittlung der Erheblichkeit von Beeinträchtigungen, die durch die Aufstellung des Flächennutzungs- oder Bebauungsplanes verursacht werden können.
  • Erarbeitung von Vermeidungs- und Minimierungsmaßnahmen
  • Ermittlung des Kompensationsumfanges sowie Erarbeitung geeigneter Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen.
  • Kontrolle der Umsetzung textlicher grünordnerischer Festetzungen
  • Umweltüberwachung (vergl. Leistung Monitoring)