Natura 2000 –- Verträglichkeitsprüfungen - FFH-VP / SPA-VP

Gemäß §§ 34, 36 BNatSchG erarbeiten wir für Schutzgebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung (FFH-Gebiete) und Europäische Vogelschutzgebiete (SPA-Gebiete) Verträglichkeitsprüfungen..

Ziel der FFH –Richtlinie 92/43/EWG ist es, zur Sicherung der Artenvielfalt durch die Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen im europäischen Gebiet der Mitgliedstaaten beizutragen. Dafür wurde ein kohärentes europäisches ökologisches Netz besonderer Schutzgebiete mit der Bezeichnung „Natura 2000“ errichtet. Der Schutzgegenstand ist die Erhaltung und Wiederherstellung eines günstigen Erhaltungszustandes von Arten und Lebensräumen nach den Anhängen I, II und IV der FFH - Richtlinie sowie von Arten nach Anhang I und Artikel 4, Absatz 2, der Vogelschutz-Richtlinie 79/409/EWG und ihrer Lebensräume.

Die gesetzlichen Grundlagen bilden die §§ 34 und 36 BNatSchG, welche eine Überprüfung der Verträglichkeit von Projekten mit den Erhaltungszielen eines Gebietes von gemeinschaftlicher Bedeutung (FFH-Gebiet) oder eines europäischen Vogelschutzgebietes (SPA-Gebiet) festsetzen. Könnte das Projekt zu erheblichen Beeinträchtigungen der zuvor genannten Gebiete führen, ist es unzulässig. Abweichend davon darf ein Projekt nur zugelassen oder durchgeführt werden, welches “...aus zwingenden Gründen des überwiegenden öffentlichen Interesses, einschließlich sozialer oder wirtschaftlicher Art, notwendig ist und zumutbare Alternativen, den mit dem Projekt verfolgten Zweck an anderer Stelle ohne oder mit geringeren Beeinträchtigungen zu erreichen, nicht gegeben sind.“

Im Rahmen der FFH- und SPA-Verträglichkeitsstudien erbringen wir:

  • Prüfung der räumliche Überschneidung vom Wirkbereich des Vorhabens auf das Natura 2000-Gebiet.
  • Prüfung, inwieweit das Vorhaben bau-, anlagen-, und betriebsbedingt Wirkungen oder in der Kumulation mit anderen Plänen und Projekten geeignet ist, die Schutz- und Erhaltungsziele des Natura 2000 – Gebietes zu gefährden bzw. die gemeldeten Lebensraumtypen nach FFH-RL Anhang I, Arten nach FFH-RL Anhängen II, IV und V oder Arten nach Anhang I der Vogelschutz-Richtlinie erheblich zu beeinträchtigen.
  • Sollte im Ergebnis der Untersuchung eine Erheblichkeit der Maßnahme bezogen auf eines oder mehrere der gemeldeten Schutzgüter des angrenzenden Natura 2000-Gebietes festgestellt werden, werden Maßnahmen zur Wahrung des kohärenten Netzes ausgewiesen.